Die Entwicklung der Öffnungsrate 2016-2025
Wie (fast) jedes Jahr haben wir uns auch heuer zum Jahreswechsel angesehen, wie sich die Öffnungsrate in den letzten zehn Jahren – also von 2016 bis einschließlich 2025 – entwickelt hat.
Hat sich die steigende Nutzung der Social-Media Kanäle negativ auf die Öffnungsrate ausgewirkt? Die kurze Antwort: Nein.
Überraschung! 2025 gab es erneut einen Anstieg.
Wie bereits letztes Jahr ist auch 2025 die Öffnungsrate gestiegen und betrug im Gesamtjahr 28,6% (über alle Kunden und Branchen hinweg). Das ist eine Steigerung von fast einem Prozentpunkt.
Interessanterweise war jedoch die Entwicklung von B2B und B2C nicht einheitlich:
- Die Öffnungsrate im B2C-Bereich ist deutlich gestiegen und betrug 31,9%.
- Im B2B-Bereich ist sie jedoch mit 24,8% leicht gefallen.
- Die Schere zwischen B2B und B2C hat sich damit etwas verkleinert.
Technischer Hinweis: Wir haben bewusst die „klassische“ Öffnungsrate berechnet, da sie von allen Anbietern ausgewiesen wird (auch wenn sie nicht immer ganz gleich berechnet wird). Aussagekräftiger ist unserer Ansicht nach jedoch die prognostizierte Öffnungsrate, da sie zum Beispiel die Bilder-Blockade berücksichtigt und deshalb deutlich näher an der Realität liegt.
Fast 40% der Mailings liegen im Bereich 20-29% Öffnungsrate.
Wenn man sich die Verteilung der Mailings nach Öffnungsrate ansieht, zeigt sich ein klares Bild:
- Rund ein Viertel der Mailings liegen unter 20% Öffnungsrate.
- 61% aller Mailings erreichen eine Öffnungsrate zwischen 10% und 39%.
- Immerhin 14% der Mailings schaffen 40% Öffnungsrate und mehr.
Die Hinweis: Bei dieser Analyse wurden Ereignis-Mailings bewusst ausgenommen, da diese meist sehr hohe Öffnungsraten haben (z.B. Anmeldebestätigungen) und daher die Verteilung verzerren würden.
Die Bandbreite ist (wieder) riesig!
Der Öffnungsraten-Durchschnitt darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bandbreite mit besonders niedrigen oder auch besonders hohen Öffnungsraten auch letztes Jahr sehr hoch war.
Für diese Berechnung haben wir alle Ereignis-Mailings ausgenommen und außerdem nur Mailings berücksichtigt, die an mindestens 1.000 Empfänger verschickt wurden (u.a. damit Test-Mailings an kleine Gruppen von Empfängern das Ergebnis nicht verzerren).
Das Ergebnis:
- Das Mailing mit der niedrigsten Öffnungsrate hatte eine Öffnungsrate von nur 5%.
- Das Mailing mit der höchsten Öffnungsrate (an mindestens 1.000 Empfänger) erreichte stolze 95%!
Die Öffnungsrate lässt sich oft leicht verbessern.
Um die Öffnungsrate zu verbessern, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Hier ein paar Anregungen:
- Gute Inhalte: Nicht sorgt so gut für langfristig gute Öffnungsraten wie Inhalte, die für den Leser interessant sind und einen echten Nutzen stiften. Das zeigte auch unsere Analyse der Top-Performer.
- Segmentierung und Personalisierung: Die Inhalte müssen für jeden Empfänger individuell relevant sein. So macht es meist wenig Sinn, die gleichen Inhalte an sämtliche Empfänger zu schicken. Da macht sich eine durchdachte Personalisierungs-Strategie sehr bezahlt.
- Versandzeitpunkt: Der Versand-Zeitpunkt kann einen erstaunlich großen Einfluss auf die Öffnungsrate haben. Deswegen zahlt es sich aus, hier unterschiedliche Zeitpunkte für den Versand auszuprobieren.
- A/B Test: Generell sollten unterschiedliche Öffnungsfaktoren unbedingt regelmäßig getestet werden. Neben dem Versandzeitpunkt natürlich die Betreffzeile, aber auch Elemente wie der Pre-header-Text oder die Inhalte im Vorschaufenster.
- Analyse der Öffnungsreichweite: Bereinigen Sie die Schläfer in Ihrem Verteiler regelmäßig und achten Sie darauf, dass nur Personen den Newsletter bekommen, die ihn auch tatsächlich wünschen.
- Etwas Mut: Probieren Sie unterschiedliche Elemente aus, zum Beispiel Smileys in der Betreffzeile oder Personalisierungen, wenn es thematisch passt.
Oft sind es also nur wenige Maßnahmen, mit denen man eine deutlich bessere Öffnungsrate erzielen kann. Hier zahlt sich etwas Aufwand oft mehrfach aus: Denn der genialste Inhalt ist wertlos, wenn die Leser das Mailing gar nicht erst öffnen.
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