E-Mail Marketing Glossar: Alle Einträge mit P

Pegasus Mail

Ein (für die nicht-kommerzielle Nutzung) kostenloses Mail-Programm, das von dem Neuseeländer David Harris entwickelt wird. Es bietet durchaus praktische und professionelle Funktionen (graphische Benutzeroberfläche, HTML-Darstellung, Verschlüsselung via PGP u.v.m.), hat in der Praxis jedoch eine sehr geringe Bedeutung.

Permission

(dt. "Zustimmung"): Der Begriff "Permission" wurde von dem amerikanischen Autor Seth Godin in seinem Buch "Permission Marketing" geprägt. Damit wird propagiert, dass Marketing gut beraten wäre, "Werbung" nur an Personen zu richten, die diese Kommunikation auch tatsächlich wünschen und dem idealerweise aktiv zugestimmt haben. Das steht im Gegensatz zu dem "Interruption Marketing" (dt. "Unterbrecher-Marketing"), wie das typischerweise bei TV-Werbung, Radio oder Print-Inseraten der Fall ist - hier wird der Zielgruppe die Werbung quasi "aufgedrängt".

Neben dieser beinahe philosophischen Betrachtungsweise gibt es auch relevante rechtliche Aspekte: E-Mails dürfen (in Europa) beispielsweise nur an Personen geschickt werden, die dem Empfang solcher Nachrichten nachweislich zugestimmt (also eine "Permission erteilt") haben (siehe Opt-in). Unverlangte Werbe-Mails gelten als Spam, schaden der Reputation und damit der Zustell-Rate und können auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Permission-Nachweis

Im Zweifelsfall muss der Absender eines E-Mails nachweisen, von einem Empfänger die Zustimmung zum Erhalt von kommerziellen E-Mails bekommen zu haben (für diese Zustimmung verwendet man meist den englischen Begriff Permission) - die Nachweispflicht liegt also beim Absender. Deshalb sollte jede Permission auch protokolliert werden, idealerweise mit Angabe der E-Mail Adresse, Datum/Uhrzeit, IP-Adresse (bei Online-Anmeldungen), der Quelle (Name der Website, Gewinnspiel, Messebesuch usw.) sowie der Art der Zustimmung (Teilnahme-Karte, mündliche Zustimmung, Online-Anmeldung usw.). Siehe dazu auch Opt-in, double.

Personalisierung

Die Anpassung von Inhalten an den jeweiligen User, meistens auf Basis des bisherigen Verhaltens (z.B. besuchte Seiten, gelesene Artikel, geöffnete E-Mailings. Personalisierung gibt es auch bei Websites, besonders fortgeschritten ist sie jedoch im Bereich E-Mail Marketing: Denn die meisten E-Mail Marketing Software Systeme erlauben zumindest eine grundlegende Personalisierung des E-Mailings (d.h. eine automatische Anpassung der Inhalte an den jeweiligen Empfänger). In der simpelsten Form besteht die Personalisierung dabei einfach nur in dem Einfügen von Datenbank-Feldern - vergleichbar mit einem Serienbrief; manche E-Mail Marketing Software erlaubt jedoch auch die echte Individualisierung von Inhalten, siehe Content, personalisiert.

Ein Mindestmaß an Personalisierung wird von den allermeisten Mailing-Empfängern erwartet (z.B. eine persönliche Anrede); der Vorteil von Personalisierung im Allgemeinen ist die höhere Relevanz der Website bzw. des Werbemittels bzw. des Mailings für jeden Empfänger - und damit steigen normalerweise die Kennzahlen wie Öffnungsraten und Klickraten. Der Nachteil liegt im Aufwand für die Datenhaltung und die notwendige laufende Aktualisierung (wenig ist peinlicher als eine Personalisierung mit falschen oder veralteten Daten).

Phishing

(leitet sich aus dem englischen Wort für "Passwort fischen" (password fishing) ab): Ein Phishing-Mail ist ein Betrugsversuch. Dabei wird das Layout eines bekannten Absenders (oft einer Bank oder eines Zustelldienstes) nachgeahmt und meist auch der Absender gefälscht. Damit sollen die Empfänger verleitet werden, einen Link in dem Phishing-Mail auf eine betrügerische Website zu folgen, wo dann z.B. vertrauliche Informationen wie Bankdaten oder Zugangscodes preisgegebenen werden sollen.

Früher waren solche Mails an schlechtem Deutsch oder dilettantischen Layouts relativ leicht zu erkennen; mittlerweile sind die Phishing-Mails jedoch leider oft täuschend echt gemacht und können erst auf den zweiten Blick erkannt werden. Siehe dazu auch Authentifizierung.

POP3

(Abkürzung für "Post Office Protocol" in der Version 3): Übertragungsprotokoll, über das ein Mail-Programm E-Mails von einem Mail-Server abholen und in die Inbox des Empfängers zustellen kann. Vereinfacht ausgedrückt definiert es die "Sprache", mit deren Hilfe Mail-Server miteinander kommunizieren, um den Austausch der E-Mails zu ermöglichen.

POP3 ist vergleichsweise alt, jedoch sehr weit verbreitet. Ein Nachteil ist, dass bei POP3 das Mail-Programm die Mails vom Server holt und dann üblicherweise löscht - daher steht dieses Mail anderen Benutzern nicht mehr (auf dem Mail-Server) zur Verfügung. Ein moderneres Protokoll, das u.a. diese Beschränkung aufhebt, ist IMAP (Internet Message Access Protocol).

Post-Click Tracking

Erlaubt die Verfolgung von Aktivitäten, die der Besucher einer Webseite nach dem Klick auf den Link in einem Newsletter unternimmt: Z.B. auf einer Landing-Page surfen, ein Produkt kaufen, eine Newsletter-Registrierung vornehmen, einen Infofolder bestellen, eine Broschüre herunterladen usw.; D.h. es wird analysiert, was die Interessenten nach dem Klick auf der Website des Kunden gemacht haben.

Posteingangs-Zustell-Rate

siehe Inbox-Placement-Rate

Postmaster-Seite

Das Zustellen von erwünschten Mails (Ham) ist eines der wichtigsten Anliegen der E-Mail Service Provider - aber auch der Internet Service Provider und Mail-Dienste. Deshalb stellen diese Unternehmen Richtlinien auf, die auf Postmaster-Seiten zusammengefasst und erläutert werden. Die Einhaltung dieser Richtlinien für den Versand garantiert zwar keine sichere Zustellung (am Spam-Filter vorbei), erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zustellung deutlich (Inbox Placement Rate). Für den Absender sind diese (meist sehr technischen) Informationen nur dann relevant, wenn der Versand über den eigenen Mail-Server vorgenommen wird (d.h. nicht über einen E-Mail Service Provider).

So eine Postmaster-Seite gibt es beispielsweise von Google Mail oder von GMX.

Pranger

Wenn ein Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA) zu viele Spam-Beschwerden sammelt, wird es öffentlich an den Pranger gestellt (d.h. auf der Website der CSA entsprechend öffentlich gemacht). Das soll eine abschreckende Wirkung haben und die Mitglieder anhalten, sich an die Richtlinien der CSA zu halten. Eine wiederholte Missachtung der Richtlinien kann zu einer Rüge und zum Ausschluss aus der CSA führen.

Preference Center

Spezielle Seiten, über die Newsletter-Empfänger ihre persönlichen Daten und oft auch Interessen verwalten können. Diese Seiten werden normalerweise von der E-Mail Marketing Software automatisch generiert und verwaltet, d.h. der gesamte Prozess der Daten- bzw. Interessens-Aktualisierung erfolgt i.d.R. komplett automatisiert. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der User kann seine Daten/Präferenzen selber verwalten und muss nicht das Unternehmen dazu auffordern; für Unternehmen entfällt ein manueller Aktualisierungs-Aufwand und die Daten in der Datenbank sind aktueller.

Prefilling

(dt. "vor-ausfüllen"): Das automatische Befüllen von Website-Formularen mit den Daten des Users. D.h. Daten des Users, die bereits in der Datenbank eingetragen sind, werden automatisch in ein durch den User aufgerufenes Formular ausgefüllt und können von ihm dann bei Bedarf korrigiert oder übernommen werden.

Der User spart sich damit den Zeitaufwand für das Eintippen der Daten - für den Unternehmer sinkt die Wahrscheinlichkeit für Tippfehler und die Conversion-Raten steigen durch die Reduzierung der Ausfüll-Hürde. Technisch gibt es sehr unterschiedliche Realisierungs-Möglichkeiten - z.B. die Übergabe einer personen-bezogenen ID einer E-Mail Marketing Software an die Website, die damit ein Formular mit den unter dieser ID gespeicherten Daten des Empfängers vor-ausfüllen kann.

Pre-Header

Einige Mail-Programme stellen beim Eintreffen eines neuen E-Mails bestimmte Informationen in einem kleinen Benachrichtigungs-Fenster dar (prominentestes Beispiel ist Outlook), bei anderen werden diese Informationen (auch) in der Mailings-Liste angezeigt (z.B. Apple iPhone). Zu diesen Informationen gehören der Absender, die Betreffzeile - und eben der Pre-Header: Das ist ein kurzer Text, den die Mail-Programme direkt aus dem Anfang des Mails übernehmen, damit sich der Empfänger besser ein Bild über den Inhalt des Mailings machen kann. Dem Text des Pre-Headers kommt damit eine ähnliche Funktion wie der Betreffzeile zu (sollte aber natürlich nicht identisch zu dieser sein).

Dieser Pre-Header muss tatsächlich ganz oben in dem Mailing stehen, weil die Mail-Programme stur die ersten Zeichen übernehmen, die sie in dem Mailing finden - wenn kein Pre-Header definiert wurde, ist das meinst ein unschönes "Bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier." o.ä. Ein guter Pre-Header erhöht die Öffnungsrate, da er im besten Fall die Neugierde auf das Mailing erhöht.

Preview Pane

Siehe Vorschau-Bereich

Priority-Inbox

Funktion von Google-Mail, die dafür sorgen soll, dass für den Empfänger besonders relevante E-Mails beim Eintreffen kategorisiert und priorisiert werden. Dazu werden die Mails nach vielfachen Kriterien analysiert (Inhalt, aber auch früheres Öffnungs- und Klickverhalten durch den Empfänger oder Spam-Beschwerden). Als Daumenregel kann gelten, dass insbesondere Interaktionen (Öffnungen, Klicks) sehr stark für eine hohe Relevanz sprechen - solche Mails werden von Google entsprechend optisch hervorgehoben, vor-gereiht oder in spezielle Kategorien eingeteilt. Für Absender ist das ein Grund mehr, um für eine möglichst hohe Relevanz der Mailings bei den Empfängern zu sorgen – denn so lassen sich normalerweise auch bessere Zustell-Raten erreichen.

Profiling

(seltener wird auch der deutsche Begriff "Profilierung" verwendet): Alle Maßnahmen, die dazu dienen, ein Nutzerprofil mit den individuellen Interessen und Vorlieben anzulegen und schrittweise (siehe Profiling, progressive) zu verfeinern. Das Ziel ist es, der Person nach und nach möglichst maßgeschneiderte Inhalte präsentieren zu können (Content, personalisiert).

Dieses Profiling geschieht normalerweise für den User unsichtbar und im Hintergrund - also nicht auf Basis von bekundeten Interessen (z.B. gewonnen im Rahmen einer Umfrage), sondern vielmehr aufgrund des Verhaltens und der Reaktionen (wie Öffnungen eines Mailings oder Klicks) werden Interessen und damit relevante Inhalte abgeleitet. Auf Basis der gewonnen Daten können dann z.B. gezielt Follow-Up Mails verschickt werden.

Profiling, progressive

Buzzword für die schrittweise Anreicherung von Empfänger-Profilen. Grundsätzlich ist es ratsam, bei Anmeldeformularen möglichst wenig Daten abzufragen, da erfahrungsgemäß jedes Mehr an Information zu einem Weniger an Anmeldungen führt. Zu späteren Zeitpunkten können die Daten dann schrittweise angereichert werden - wenn jemand z.B. später einen Folder anfordert, können dann problemlos die postalischen Daten abgefragt werden, ohne dass dies auf Widerstand stoßen würde. Solch eine Taktik nennt man Progressive Profiling.

Provider

gebräuchliche Abkürzung für Internet Service Provider

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Ing. Christoph Breitenecker, CMS Reich-Rohrwig Hainz

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Dr. Franz Brandstetter